Stress-Lexikon
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Stresslexikon: Alles über G wie Gesundheitsentstehung

Gähnen - Gastritis - Gefühl - Gesprächstherapie - Gesundheit - Gesundheitsentstehung - Glaubenssatz - Globalisierungsstress - Glück - Glukose - Gratifikationskrise

 

 

 

Gähnen:

Ausdruck von Müdigkeit oder Sauerstoffmangel - folgt -

 

 

Gastritis:

- folgt -

 

 

Gefühl: s. Emotion

 

 

Gesprächstherapie:

Jede Form der Psychotherapie, bei der das Gespräch im Vordergrund steht. Oder die klientenzentrierte bzw. non-direktive Gesprächsführung nach Carl R. Rogers, die auf der Humanistischen Psychologie beruht. Diese betrachtet das System Menschen als soziales Wesen mit enormem Potenzial sich selbst bewusst zu erkennen, zu verändern / entwickeln und zu entfalten

 

 

Gesundheit:

Lt. Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Gesundheit ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. Der Besitz des bestmöglichen Gesundheitszustandes bildet eines der Grundrechte jedes menschlichen Wesens, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Anschauung und der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung.

Neben der Grauzone der nicht bestmöglichen Gesundheit gibt es den anderen Pol, die Krankheit. Als Krankheit gilt, was im internationalen Diagnoseschlüssel ICD-10 als Krankheit definiert ist. Aufgrund einer solchen Diagnose kann eine Therapie stattfinden, deren Kosten dann ggf. von den entsprechenden Versicherungsträgern getragen wird.

Sowohl Gesundheit als auch Krankheit sind keine starren unveränderlichen Zustände, sondern Ausdruck des Auf-und-Abs des menschlichen Lebens. s. a. Salutogenese (Gesundheitsentstehung).

Die Bedingungen für Gesundheit sind an sich bekannt, allein die Umsetzung von angemessener Ernährung, genügend gesunder Bewegung an frischer Luft, ausreichend Ruhephasen, genügend Spannung im Leben, genügend Nähe zu anderen Menschen wie auch genügend Distanz und eine eigene Fähigkeit zur inneren Verarbeitung vergangener und gegenwärtiger seelischer Stressoren sind oder scheinen nicht jedem und zu jeder Zeit verfügbar.

Bei allen Errungenschaften unseres Gesundheitssystems, jeder Mensch  (Erbkrankheiten und Schicksalsschläge einmal ausgenommen), hat eine erhebliche Verantwortung bei der Entstehung von Krankheit und deren Bewältigung, also für seinen eigenen individuellen Gesundungsprozess. Die Vorbeugung von Krankheit (Prävention) ist das aktive Managen seiner inneren und äußeren Welt durch jeden Menschen selbst, ob mit oder ohne fremde Hilfestellung. Managen steht für bewussten Umgang mit dem eigenen Körper und Erleben und dafür, sich selbst angemessen richtig beobachten und einschätzen zu können und erforderliche Anpassungen aktiv vorzunehmen.

 

 

Gesundheitsentstehung: s. Salutogenese

 

 

Glaubenssatz:

Inneres Programm, das eher förderlich oder eher einschränkend als Handlungsleitfaden, Gewissen oder inneres Gesetzbuch, manchmal auch mit quasi automatisiertem Ablauf des eigenen Denkens oder Verhaltens (wenn bestimmte Auslöser auftreten) stattfindet. Glaubenssätze entstehen oft in der Kindheit, in der eigenen sozialen, religiösen, kulturellen Umgebung in Kontakt mit anderen Menschen oder Autoritätspersonen. Manche Glaubenssätze werden von besorgten Eltern in der Kindheit durch Erziehung niedergelegt - der Erwachsene ist dann selbst dafür verantwortlich, diese zu entdecken und auf ihre Sinnhaftigkeit in seinem heutigen Leben zu untersuchen. Glaubenssätze, die eigene Einstellung und das eigene Verhalten können von jedem Menschen verändert werden, so dass sie als förderliche Programme die eigenen Lebensziele unterstützen.

 

 

Globalisierungsstress:

Ängste oder Unbehagen ausgelöst durch das Bewusst werden, dass die schützenden Landesgrenzen rein geografischer Natur sind. Menschen, Ideen, Produkte, Lebensweisen und Geld bewegen sich unvorhersehbar. Angst vor Veränderung im Sinne Verschwinden von Sicherheit und Verlässlichkeit / Planbarkeit oder Angst, nicht schnell genug mit seinen Produkten am Ort der Nachfrage zu sein sind zwei häufig gehörte Pole dieser Art von Überforderung.

 

 

Glück:

Es gibt keine Definition. Aber viele Ansätze aus Philosophie, Psychologie und sogar der Wirtschaftswissenschaft.

Viele streben nach Glück, nach etwas, ja was eigentlich (eigentlich bedeutet “in Wahrheit”)?. Vielleicht nach einem Vollständigkeitszustand, der ewig andauern soll und in dem für alles gesorgt ist, eine Art Paradies? Aus meiner Sicht definiert jeder Mensch selbst, was ihn glücklich macht. Denn hinter den Glücksdefinitionen anderer herzurennen, ist eher Ausdruck kollektiver Trends oder Trance.

Work-Life-Balance kann als eine Art Glückszustand angesehen werden. Wobei es ja kein Zustand ist, sondern ein ewiger Wandel zwischen Leben und Arbeiten. Wie im richtigen Leben. Wahrscheinlich kommt es auf den Rhythmus an, der auch Ausdruck für das Maß an persönlicher Selbstbestimmung sein kann. Also Freiheit.

Vielleicht findet sich dort der Topf voller Gold am Fuße des Regenbogens.

 

 

Glukose:

- folgt -

 

 

Gratifikationskrise:

Die folgenden 2 kursiv gedruckten Absätze (Fettdruck wie im Original) sind wörtliche Zitate aus meinem Buch Stress-Toleranz-Management, Seite 202 und geben einen Überblick:

”Ich benenne diesen Punkt separat, weil er so große Bedeutung als Metastressor hat. Die Gratifikation bezeichnet Vorteile oder Sonderzuwendungen finanzieller Art, die der Arbeitgeber zusätzlich zum vereinbarten Lohn oder Gehalt leistet. Der Begriff Gratifikationskrise geht auf den Schweizer Medizinsoziologen, Johannes Siegrist, zurück und bezeichnet ein Konzept der Entstehung von Krankheiten am Arbeitsplatz. Es geht um den Gesamtgegenwert der erbrachten Leistung des Arbeitnehmers, der sowohl auf dem Arbeitsvertrag basiert, als auch auf einem „psychologischen Vertrag“, der die Arbeitsbeziehung zwischen beiden Parteien im Hinblick auf Geben und Nehmen informell regelt.”

“Daher hat die Gratifikationskrise keineswegs in erster Linie mit mehr Gehalt zu tun, sondern mit Wertschätzung z.B. in Form von einfacher, verbaler Anerkennung gegenüber dem Menschen, der die Arbeit geleistet hat – und sei sein Beitrag noch so gering und im Gesamtergebnis unbedeutend. Bekanntlich zählt jedes Glied der Kette. Es geht um die Erfüllung einer Erwartungshaltung.
Ja, Erwartungshaltungen sind dazu da, enttäuscht zu werden. Und dass jemand Anerkennung zu erhalten hat, steht nicht im Arbeitsvertrag. Alles korrekt. Und wem ist mit dieser sklavischen Auslegung des rein objektiven Teils von Arbeitsverträgen gedient? Das schein-objektive Arbeitsverhältnis führt dann nicht zur an sich erwünschten Mitarbeiterbindung, wenn es nichts gibt, was ein Beschäftigter ideell verliert, wenn er das Unternehmen verlässt.”